Vita Dubia
»Der Tod ist gewiss & er ist es nicht.«
Jacques Benigne-Winslow, 1742
An der Schwelle vom 18. zum 19. Jahrhundert begannen Wissenschaftler, die Endgültigkeit des Todes in Zweifel zu ziehen. Ist der Tod nur eine Krankheit, die geheilt werden kann? Die Ausstellung beleuchtet die Furcht vor dem Scheintode. Sie zeigt, wie Forscher um 1800 dem Tod am Rande des Lebens auf der Spur waren. Als zentraler Schauplatz diente das erste Leichenhaus Deutschlands in Weimar.
Im Zentrum der Ausstellung steht eine 20-minütige Diainstallation von fünf computer-synchronisierten Projektoren, die mit dem Arrangement für Streichquartett »Somnus« des Komponisten Clemens Rynkowski in Interaktion tritt. Die Gestaltung entstand in Zusammenarbeit mit Nils Völker, komplettiert wird die Schau mit lautlosen Bildern aus der Pathologie des Hallenser Fotografen Udo W. Beier und Arbeiten von Weimarer Studenten.